Aktuell

LogDynamics heißt drei neue Mitglieder und einen neuen Fachbereich willkommen

 
Im November hat der Forschungsverbund LogDynamics gleich drei neue Mitglieder aufgenommen: Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess, Prof. Dr. Aseem Kinra und Prof. Dr.-Ing. Hendro Wicaksono. Diese Wissenschaftler sorgen innerhalb des Verbunds für Verstärkung in den Kompetenzfeldern Supply Chain Management, Produktionstechnik und erstmals auch Rechtswissenschaften.
 
Durch den Beitritt von Prof. Calliess, Professor für Bürgerliches Recht und Internationales Wirtschaftsrecht hat LogDynamics einen fünften Fachbereich dazu gewonnen: Rechtswissenschaften. Durch diese neue Kompetenz, lassen sich äußerst relevante rechtliche Aspekte des technologischen Handelns in der Logistik berücksichtigen. Es kann beispielsweise der Frage nachgegangen werden, wie sich das Recht durch technische Lösungen und Digitalisierung verändert. Prof. Calliess beschäftigt sich genau mit diesen Fragestellungen und hat in dem Zuge das Institut für Handelsrecht gegründet. Der Schwerpunkt Seehandelsrecht und Logistik fügt sich hervorragend in die Forschungsaktivitäten in LogDynamics ein. Zudem betreut Prof. Calliess bereits gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Dietrich Haasis, einen IGS-Doktoranden.
 
Prof. Dr. Aseem Kinra hat die Professur für Global Supply Chain Management, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, inne. Sein Fokus liegt auf dem Risiko und der Unsicherheit in SCM. Zuvor war er an der Copenhagen Business School im Department Operations Management tätig. Prof. Kinra hat in der Vergangenheit bereits mit einigen LogDynamics Mitgliedern zusammengearbeitet, erste Aktivitäten in dem Rahmen wurden bereits in die Wege geleitet.
 
Prof. Dr.-Ing. Hendro Wicaksono ist Professor für Industrial Engineering und Head of INDEED Research Group (Intelligent Data Management for Industry 4.0) an der Jacobs University. Nach Bremen wechselte er vom Institut für Informationsmanagement am KIT. Sein Forschungsschwerpunkt ist ganzheitliches Datenmanagement, von der Optimierung von Planung und Steuerung bis zur Produktion.
 
 

LogDynamics Research Report 2018/19 veröffentlicht

 
Die Logistik hat die Entwicklung der Welt in ihrer heutigen Form maßgeblich beeinflusst. Sie hat den sozialen, wirtschaftlichen und technologischen Wandel vorangetrieben und inspiriert ihn weiter. Zudem spielt die Logistik auch eine wichtige Rolle für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bremen. Forschung und Lehre sind die Grundlage für den weiteren Ausbau der Bremer Erfolgsgeschichte. Seit fast 25 Jahren forscht ein interdisziplinäres Team aus verschiedenen Abteilungen der Universität Bremen und lokalen Institutionen im Bremer Forschungscluster für Dynamik in der Logistik (LogDynamics) an der Logistik von morgen und darüber hinaus. Im Hinblick auf die Strategien der Universität Bremen und des Landes Bremen deckt die Forschungsallianz die Herausforderungen der Zukunft für Bremen ab und transferiert ihre Wissenschaft konsequent in die Gesellschaft.

In Zukunft werden Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Logistik erheblich verändern. Der Mensch wird immer mehr in den Mittelpunkt rücken und zunehmend individuelle Logistiklösungen verlangen. Außerdem werden Klima und Energie einen immer größeren Einfluss haben. Die diversitätsorientierte International Graduate School for Dynamics in Logistics (IGS) von LogDynamics beschäftigt sich genau mit diesen Themen und bereitet Doktorand*innen auf die anstehenden Veränderungen vor. Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Wissenschaft in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und umgekehrt ist eine weitere Leitaufgabe der Zukunft. Seit 2018 unterstreicht das Projekt BreLogIK (Bremer Logistik Transfer- und Innovationskultur) dieses Thema durch die Zusammenarbeit mit mehreren lokalen Akteur*innen über LogDynamics hinaus. Im Mittelpunkt der Initiative steht der Abbau von Barrieren in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zur Schaffung einer neuartigen Infrastruktur für Innovationen in der Logistik.

Vor diesem Hintergrund bietet der neue LogDynamics Research Report einen Extrakt aus Lehre, Forschung und Transfer im Dienste der Logistik in Bremen.
 
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Deutschen Logistik Kongress: LogDynamics empfängt prominente Gäste

 
Der Forschungsverbund LogDynamics ist auch dieses Jahr auf dem Deutschen Logistik Kongress mit einem Stand vertreten. Unser Demonstrator zum Einsatz von Low-Cost Sensorik in der Hafenverladung weckt das Interesse der Besucher. Auch der Staatsrat für Wissenschaft und Häfen Tim Cordßen ließ sich für diese und andere innovative Logistiklösungen begeistern. Gemeinsam mit Staatsrat Cordßen waren der Präsident der BHV, Dr.-Ing. Patric Drewes und der BHV-Geschäftsführer Christoph Bruns zu Gast an unserem Stand.
 
Der Deutsche Logistik-Kongress ist eines der europaweit wichtigsten Events zu Logistik und Supply Chain Management. 2019 sind über 3000 Teilnehmer*innen und 200 Aussteller*innen vertreten.
 
 

Commended Paper Award für das BIBA bei der IFAC MIM 2019

 
BIBA Wissenschaftler wurden mit dem Commended Paper Awards im Rahmen der diesjährigen IFAC MIM ausgezeichnet. Abderrahim Ait Alla, Markus Kreutz, Daniel Rippel, Michael Lütjen und Michael Freitag konnten sich mit dem Paper "Simulation-Based Analysis of the Interaction of a Physical and a Digital Twin in a Cyber-Physical Production System" gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der prämierte Beitrag beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie sich die Synchronisierung zwischen einem Digitalen Zwilling und seinem physikalischen Gegenstück hinsichtlich der benötigten Anzahl der Sensoren optimieren lässt. In diesem Zusammenhang wurde eine Vorgehensweise entwickelt, bei der zunächst ein Digitales Modell vom physikalischen Original erstellt wird, um in einer Software-in-the-Loop Vorgehensweise die Synchronisationspunkte zu optimieren.
 
Die neunte internationale IFAC Konferenz zu Manufacturing Modeling, Management, and Control (IFAC MIM 2019) fand vom 28. bis 30. August 2019 in Berlin statt. Mit 750 Teilnehmenden, 540 Vorträgen und 19 parallelen Sessions war es bislang die größte IFAC MIM Konferenz. Das BIBA beteiligte sich an der Konferenz mit drei Beiträgen rund um die Themen Indoor-Lokalisierung, Offshore-Logistik und Digitaler Zwilling.
 
 

Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie besucht das LogDynamics Lab

 
Unter dem Motto „Digitales trifft Reales“ besuchten Studierende der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) aus Bremen am 22. August 2019 das BIBA und das LogDynamics Lab. Der Gastgeber – Lab-Geschäftsführer Dr.-Ing. Matthias Burwinkel gab den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Produktions- und Logistikforschung am BIBA. Eine Hallenführung bot die Technik zum Anfassen, u.a. zu den Themen: Industrie 4.0, Sensorik in der Logistik, Mensch-Roboter-Kollaboration, Vorausschauende Instandhaltung sowie Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung. Beispielhafte Anwendungsbereiche der vorgeführten Demonstratoren waren Windenergie, Hafenumschlag, Transport- und Produktionslogistik.
 
 

SysInt 2020 Call for Papers

 
Die International Conference on System-Integrated Intelligence ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen den Universitäten Bremen, Hannover und Paderborn. Die fünfte Auflage findet vom 3. bis zum 5. Juni 2020 in Bremen statt, das BIBA gehört zu den Mitveranstaltern. Thematisch beschäftigt sich die SysInt mit der Integration neuer intelligenten Funktionalitäten in Materialien, Komponente, Systeme und Produkte. Die Konferenz bietet ein Forum für Wissenschaft und Wirtschaft und fokussiert 6 Hauptthemen:
  • Intelligente Systeme: Enabling Technologies und Künstliche Intelligenz
  • Die Zukunft der Produktion: Cyber-physische Produktions- und Logistiksysteme
  • Pervasive und Ubiquitous Computing
  • Strukturelle Gesundheitsüberwachung
  • Systemtechnik
  • Robotik und Mensch-Maschine-Kollaboration.
Abstracts der wissenschaftlichen Beiträge können bis zum 2. Dezember 2019 eingereicht werden.
 
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ISL stellt Studienergebnisse zu internationalen und nationalen Entwicklungen für mehr Nachhaltigkeit in Häfen und Schifffahrt vor

 
Weltweit ist der Seeverkehr kontinuierlich gestiegen und hat in 2018 circa 12 Mrd. t erreicht, was einer Transportleistung von gut 59 Bill. Tonnenmeilen entspricht. Auch wenn der Seeverkehr insgesamt nach wie vor zu den effizientesten Transportmöglichkeiten mit dem geringsten spezifischen Energieverbrauch zählt, ergeben sich zwangläufig durch den stetig wachsenden internationalen Warenaustausch und somit großen Umfang des Schiffsverkehrs hohe Emissionswerte in verschiedener Art mit Auswirkungen auf Flora, Fauna und Menschen. Es liegt auf der Hand: Schifffahrt und Häfen müssen mehr Beiträge zum Umweltschutz leisten. 
Doch welche Maßnahmen sind wirklich nachhaltig und wie zügig sollten sie umgesetzt werden?
Eine aktuelle Publikation des ISL stellt daher für die beiden eng miteinander verknüpften Hafen- und Schifffahrtsektoren übersichtlich und zusammenhängend die zahlreichen bestehenden und geplanten Aktivitäten auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene dar, die das Ziel haben, den Auswirkungen der maritimen Transportwirtschaft auf die Umwelt zu begegnen. 
 
Eine kurze Zusammenfassung der ISL-Analyse steht hier kostenfrei zum Download bereit.
 
 

LogDynamics begrüßt neuen Gastwissenschaftler

 
Von Juni bis August 2019 besucht Gastwissenschaftler Abraham A. Nispel Pizarro von der Texas Tech University (TTU), USA, LogDynamics. Herr Nispel studierte Maschinenbau an der Pontifical University Catholic of Valparaiso (PUCV). Das Studium schloss er mit Auszeichnung ab. Thema seiner Diplomarbeit lautete "Präventiver Wartungsplan für eine Fischmehlfabrik". Er erhielt ein Stipendium vom College of Engineering der Texas Tech University (TTU), um an der gleichen Institution am Department of Mechanical Engineering zu promovieren. Seit 2016 ist Herr Nispel als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Produkt & Design und Entwicklung tätig.
Seine Forschungsinteressen umfassen:
  • Unsicherheiten bei der Quantifizierung und Zuverlässigkeitsanalyse im Engineering Design
  • Probabilistische Prognose und Gesundheitsmanagement
  • Offshore-Wind- und Wellenenergieanlagen Design.
Seine Forschungsziele während des zweimonatigen Aufenthalts bei LogDynamics sind der Aufbau von Partnerschaften, die es ihm und seinem Forschungsteam in den USA ermöglichen, Wissen auszutauschen und neue Forschungsmöglichkeiten in den Bereichen Offshore-Windenergie, Prognose- und Gesundheitsmanagement von Maschinenkomponenten zu finden. Darüber hinaus strebt Herr Nispel den Kontakt zu Experten für Offshore-Geräte zur effizienten Modellierung der Wellenlasten auf den Fundamenten der Offshore-Windenergieanlagen an.
 
Kontakt: Abraham Nispel abraham.nispel@ttu.edu



Künstliche Intelligenz: Universität Bremen spielt wichtige Rolle


Die Universität Bremen spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) in Deutschland. Drei ihrer Professoren zählen entweder zu den zehn prägenden Köpfen oder verantworten einige der bedeutendsten Technologien der deutschen KI-Geschichte, so eine Expertenjury.

Die Universitätsprofessoren Otthein Herzog, Frank Kirchner und Christian Freksa und ihre Arbeitsbereiche werden in den beiden Auflistungen genannt, die die Expertenjury der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) jetzt mit Blick auf die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in Deutschland erstellt hat. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt jedes Jahr ein neues Thema, mit dem es informieren und Dialoge zu aktuellen Technologiebereichen anstoßen will.

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EIT Manufacturing

 
Die Fertigungsindustrie steht durch den zunehmenden globalen Wettbewerb, kostengünstige Produktion in Entwicklungsländern sowie die knappen Rohstoffe vor großen Herausforderungen. EIT Manufacturing ist eine Initiative des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT), in dem das BIBA einer von 50 Kernpartnern ist. Die Initiative hat das Ziel, europäische Akteure der Fertigungsindustrie in innovativen Netzwerken zusammenzubringen, die einen einzigartigen Mehrwert für europäische Produkte, Prozesse und Dienstleistungen schaffen. Dies soll der europäischen Fertigungsindustrie helfen, wettbewerbsfähiger, nachhaltiger und produktiver zu arbeiten.

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Digitale Dienstleistungen im Hafen auf Basis einer unternehmensübergreifenden Cloud

 
ProDiS steht für Prozessinnovation durch digitale Dienstleistungen für den Seehafen der Zukunft und ist ein Projekt, an dem das BIBA und das ISL beteiligt sind. Das Vorhaben leistet einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Innovationskraft deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen im Umfeld der Seehafenwirtschaft mit dem Fokus auf die Offshore Windkraft Logistik und den Umschlag von Containern. Ziel dabei ist, Informationen und Daten aus bisher nicht untereinander verbundenen Systemen in einer unternehmensübergreifenden Cloud zusammenzuführen. Auf Basis der vorhandenen Datenmenge sollen digitale skalierbare, modulare Dienstleistungen konfiguriert werden. Eine informative Dienstleistung, eine planerische Dienstleistung und eine Dienstleistung im Rahmen der sogenannten Operation sollen so zeitnah zur Verbesserung der Planung und zur Unterstützung der eigentlichen Operation zur Verfügung gestellt werden. Die bisherigen Projektergebnisse werden in einem Video veranschaulicht.

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